Die Verwahrung von Edelmetallen gehört für Edelmetallbesitzer zu den wichtigsten Dingen überhaupt. Die EU und auch Deutschland will Sparvermögen für Investitionen aktivieren. Man setzt auf Freiwilligkeit. Was aber, wenn das nicht ausreicht?
Es ist mal wieder so weit. Die EU will aufrüsten. Der Russe kommt, so heißt es überall in den Medien. Um die Ausgaben stemmen zu können, sollen die Sparguthaben der Menschen aktiviert werden. Was sich genau dahinter verbirgt, bleibt ungewiss. Vermutlich wird es gut verzinste Anleihen geben, die die Menschen kaufen sollen. Das Problem: Je höher die Zinsen solcher Anleihen sind, desto stärker werden die Haushalte der EU-Staaten belastet, denn die Zinsen dieser Anleihen müssen die Steuerzahler bezahlen. Auf diese Weise zahlen die Menschen sich ihre Zinsen selbst und die meisten merken das gar nicht.
Der Elefant im Raum ist aber, was wenn es mit Freiwilligkeit nicht funktioniert? Was, wenn zu wenige diese Anleihen haben wollen? Wird die EU dann einen Schritt weitergehen und eine Pflicht aus dem Hut zaubern? Erfahrungsgemäß sind die EU-Bürokraten, allen voran Frau von der Leyen nicht zimperlich, wenn es um Maßnahmen geht, die die Menschen nicht wollen. Es macht also Sinn, sichtbare Vermögenswerte bei Banken und Versicherungen in unsichtbares Vermögen außerhalb des Bankensystems umzuwandeln.
Anonymes Gold immer schwieriger
Viele Menschen kaufen anonym Gold und lagern es dann in einem Bankschließfach z.B. bei ihrer Hausbank. Warum auch nicht? Der Eindruck ist gut. Wenn man den Tresorbereich betritt, sind dort Sicherheitsschleusen, Überwachungskameras, Alarmsysteme, die direkt mit der Polizei verbunden sind und man kommt nur mit einem Schlüssel und nach Legitimation an das Schließfach heran.
Diebe haben keine Chance bei einem Bankschließfach, naja, zumindest die herkömmlichen Diebe. Aber es gibt noch andere Diebe, die – wenn die Situation es erfordert – das Schließfach öffnen lassen und ggf. den Inhalt beschlagnahmen können, die Behörden. Was wenige wissen, wer ein Schließfach beantragt, tut das keineswegs anonym. Das Vorhandensein eines Schließfaches wird an die Finanzbehörden gemeldet. Der Inhalt bleibt zwar geheim, doch der Staat weiß, dass ein Schließfach existiert.
Was, wenn der Schatz zu groß wird?
Viele Goldfreunde kaufen seit Jahren oder gar seit Jahrzehnten immer wieder Gold und bringen es dann ins Schließfach ein. Mit der Zeit sammelt sich ein mächtiger Schatz an, der dann auch ein entsprechendes Gewicht hat. Man darf das nicht unterschätzen. Gold hat ein sehr hohes spezifisches Gewicht. Wer nach und nach Gold kauft, tut das in der Regel in überschaubaren Mengen. Diese sind leicht und unauffällig zu transportieren.
Ein Kilogramm Gold mag in der Jackentasche oder Handtasche niemandem auffallen. Doch was ist, wenn man das Schließfach leeren muss? 10 x 1 Kilogramm Gold ist so schwer wie ein voller 10 Liter Wassereimer. Das steckt man nicht so einfach in die Jackentasche oder Handtasche.
Ehe man sich versieht, hat sich ein Gewicht angesammelt, das kaum noch unauffällig von A nach B verbracht werden kann. Außerdem stellt sich die Frage, wie unauffällig es ist, leichten Schrittes in eine Bank zu gehen und dann schwer bepackt wieder herauszukommen. Diebe haben ein Auge dafür und wer großes Gewicht trägt, kann sich kaum wehren, geschweige schnell genug weglaufen.
Außerdem ist der Zugang zu einem Bankschließfach nur möglich, wenn die Bank geöffnet hat. An Wochenenden, Feiertagen oder wenn die Bank wegen einer Insolvenz schließen muss, kommt man nicht an sein Fach heran.
In den letzten 100 Jahren gab es in Deutschland etwa 200 Bankenpleiten, das sind im Schnitt 2 pro Jahr! Dazu kommen abgewendete Pleiten bei den Volksbanken und Sparkassen durch Übernahme oder Fusion. Angesichts dieser Zahl wird deutlich, dass Banken auch nur mit Wasser kochen und bei Fehlentscheidungen durchaus dafür bitter bezahlen müssen.
Bankschließfächer in Deutschland haben zwar eine gewisse Sicherheit, jedoch ist diese Sicherheit wertlos, wenn Behörden Bescheid wissen oder im Falle einer systemischen Bankenkrise, einer politischen Krise am Rande eines Bürgerkriegs oder inneren Unruhen.
Gefangene des eigenen Goldes
Also doch alles Zuhause verwahren? Wie viele Verstecke braucht man, wenn der Schatz umfangreich wird. Aber wie viele gute Verstecke gibt es denn überhaupt? Professionelle Diebe kennen die besten Verstecke. Es wird schnell klar, dass es im Haushalt gar nicht so viele gute Verstecke gibt. Und jetzt? Einen Tresor kaufen, der den Vorgaben einer Versicherung entspricht? Die Werte versichern, also auflisten mit Kaufbeleg? Wozu denn anonym kaufen, wenn man dann bereitwillig der Versicherung Auskunft erteilt?
Manche verstecken ihre Schätze im Garten oder im Umfeld. Dieses Thema ist schwierig, denn was passiert, wenn man schnell wegmuss, wenn man vielleicht sogar das Land verlassen muss? Wenn es um Leib und Leben geht, ist dann wirklich genug Zeit, die ganzen Verstecke aufzusuchen, vielleicht Schätze auszugraben und sich dann Gewicht der Schätze aufzubürden? Wie weit wird man wohl damit kommen?
Das Fluchtrisiko wird oft unterschätzt. In Zeiten, wo es Hausdurchsuchungen wegen des Teilens eines Memes gibt, ist wirklich alles möglich. Was passiert an den Ländergrenzen mit dem Gold, wenn der Zoll es findet? Was, wenn einem Dieb auffällt, dass man schwer trägt?
Bei Krisen von Volkswirtschaften und Vertrauenskrisen in das Papiergeld steigt die Kriminalität stark an. Wenn das System in eine Art Anarchie kippt, sowieso. Was dann? Die Gefahr, Opfer eines Raubes zu werden, steigt immens an. Also ist ein sicherer Verwahrungsort, auf den man auch von überall Zugriff hat, von sehr hoher Priorität.
Territorialer Schutz
Die EU plant ein Vermögensregister, um die Bekämpfung von Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Terrorismusfinanzierung zu erleichtern. In der Bekanntmachung zur Studie (2021/S 136-358265) über die Machbarkeit ist von einer politischen Initiative die Rede. Darin heißt es in Punkt II.1.4. Zitat:
Kurze Beschreibung:
Die Erhebung von Daten und die Zusammenschaltung von Registern sind ein wichtiges Instrument des EU-Rechts, um den Zugang der zuständigen Behörden zu Finanzinformationen zu beschleunigen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu erleichtern. Im Rahmen dieses Projekts sollen verschiedene Möglichkeiten für die Erhebung von Informationen zur Einrichtung eines Vermögensregisters geprüft werden, das anschließend in eine künftige politische Initiative einfließen kann. Es soll untersucht werden, wie aus verschiedenen Quellen des Vermögenseigentums (z. B. Landregister, Unternehmensregister, Trust- und Stiftungsregister, zentrale Verwahrstellen von Wertpapieren usw.) verfügbare Informationen gesammelt und miteinander verknüpft werden können, und der Entwurf, der Umfang und die Herausforderungen für ein solches Vermögensregister der Union analysiert werden. Die Möglichkeit, Daten über das Eigentum an anderen Vermögenswerten wie Kryptowährungen, Kunstwerken, Immobilien und Gold aufzunehmen in das Register aufzunehmen, ist ebenfalls zu berücksichtigen.
Zitat Ende.
Edelmetalle in den eigenen vier Wänden, vergraben in Garten, Wald oder Flur aber auch in einem Bankschließfach auf dem Gebiet der Europäischen Union sind möglichen Beschlagnahmungen durch die Politik schutzlos ausgeliefert.
Im Falle der Einführung des EU-Vermögensregisters ist völlige Transparenz gegenüber den Behörden verbunden mit leichter Zugriffsmöglichkeit im politisch geplanten Enteignungsfall ein Problem für jeden Edelmetallbesitzer mit seinen Werten auf dem Gebiet der EU.
Krisen haben immer eines gemeinsam. Die meisten erwischt es kalt, denn sie erliegen dem Irrglauben, dass Probleme, die es vielleicht in der Vergangenheit gab, heute keine Relevanz mehr hätten. Sie glauben, man lernt aus den Fehlern der Vergangenheit und merken dabei nicht, dass sie es sind, die denselben Fehler machen, wie schon Millionen Menschen vor ihnen, an das System zu glauben, ihm zu vertrauen. Nichts wird aus der Vergangenheit gelernt! Es werden immer die gleichen Fehler gemacht, sowohl auf staatlich institutioneller Seite als auch auf Seiten der Bürger.
Geldsystem im Endspiel
Fakt ist, solange ein ungedecktes, beliebig ausdehnbares Papiergeldsystem vorherrscht, ist der Zusammenbruch nicht eine Frage von „Ob“, sondern von „Wann“! Folglich ist Vorbereitung eine sinnvolle Sache, damit einen später im Ernstfall nicht alles genommen wird, was man sich erarbeitet hat. Wer das verstanden hat, landet unweigerlich bei Gold und Silber.
Die massive weltweite Verschuldung ist ein Beleg dafür, dass sich die Papierwährungen in der Endphase befinden. Die Schulden haben mittlerweile das Dreifache des Welt-BIP erreicht. Und was viele noch nicht verstanden haben, diese Schulden können niemals zurückgezahlt werden. Das Problem des ungedeckten Zinsgeldes sind nämlich die Zinsen. Während Geld per Mausklick aus dem Nichts erschaffen und als Schulden ausgegeben wird, müssen diese Schulden immer plus Zinsen zurückgezahlt werden.
Es ist also nie genug Geld für die Rückzahlung vorhanden. Das ist das Perfide an diesem ungedeckten Geld. Du leihst Dir 100.000 Euro für ein Jahr zu 5%, musst aber 105.000 Euro zurückzahlen. Woher kommen die 5.000 zusätzlichen Euros? Das Papier rammelt doch nicht und bekommt Junge. Der Zins sorgt stets für einen Geldmangel. Und dieser kann nur über die Schaffung neuen Geldes, also durch Vergabe neuer Schulden vernebelt werden. Es ist ein Schneeballsystem. Und manchmal fallen diesem System Menschen, Firmen, ja sogar Staaten zum Opfer, die ihre Schulden nicht mehr bezahlen können.
Zollfreilager in der neutralen Schweiz
Edelmetalle können in einem Zollfreilager in der Schweiz sicher verwahrt werden. Die Schweiz ist nicht Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraumes. Die Schweizer sind auch keine Fans der EU. Ein Beitritt ist also so gut wie ausgeschlossen, da es in der Schweiz dafür einen Volksentscheid geben müsste. Vermögenswerte in Zollfreilagern sind außerhalb des Bankensystems. Insofern finden Abkommen über Informationsaustausch wegen Geldwäsche usw. hier auch keine Anwendung. Die Bullion Value KG bietet Ihnen gern diese Möglichkeit der Verwahrung an. Sprechen Sie uns an.
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