Der Wert des Papiers und seine Missverständnisse. Wenn man über Geld spricht, kommt man unweigerlich auf das Thema Entwertung. Manch einer möchte wohl gern seinen Frust herausschreien und sagen: Seit Jahren wird endlos vom „Euro-Crash“ von Euro-Kritikern geschwurbelt. Tatsächlich ist der Wert des Euro gegenüber Dollar, Yen, Rubel und Renminbi gestiegen! Ein Faktencheck:
Es wird beklagt, dass seit Jahren vor einem Euro-Crash gewarnt wird. In der Realität gäbe es aber einen Anstieg des Wertes des Euro gegenüber anderen Währungen, speziell Dollar, Yen, Rubel und Renminbi.
Hat der Euro einen Wert? Wohl kaum, hier kann bestenfalls von Kaufkraft per Gesetz gesprochen werden. Weder Euro, Dollar, Yen, RUBEL noch Renminbi haben einen Wert. Alle diese Papierwährungen werden bewertet. Das ist ein Unterschied. Darum nennt man die Zahlen auf den Banknoten auch Nennwerte. Es sind benannte Werte, keine echten.
Wieviel Geld gibt es? Jedes Geld entstand durch Schuldenvergabe. Je höher die Schulden, desto mehr Geld ist im Umlauf, desto verwässerter wird die Kaufkraft. Die Staatsverschuldung in Japan zum BIP ist 230%, USA 125%, Russland 19%, China 300%, Eurozone: 88,5%. Damit dürfte insgesamt viel zu viel Geld im Umlauf sein.
Das wahre Geld
Gold hat einen echten Wert. Das erkennt man daran, dass Gold jederzeit in jeder Währung einen hohen Preis erzielt. Die Bereitschaft, viel Geld für Gold zu bezahlen zeigt, wie hoch der Wert des Goldes ist und wie gering die Kaufkraft des Geldes ist.
Beispiel:
Jahr 2000:
1. 10.000 Euro auf einem Konto ohne Zinsen und Kosten.
2. Gold für 10.000 Euro: Goldpreis 9,34 Euro/Gramm ergibt 1.070,66 Gramm Gold
30.06.2026:
1. Geldwert mit offizieller Inflation: etwa 6.600 bis 6.800 Euro
2. Goldpreis: 113,50 Euro/Gramm – 1.070,66 Gramm Gold bringen 121.519,91 Euro
Wenn man die Charts aufruft und die maximale Zeit einstellt, bekommt man folgende Infos: Euro zu Dollar seit Ende der 1990ger. Auf und Ab wie eine Achterbahn. Am Ende ist der Euro 8% schwächer.
Euro zu Yen seit Ende der 1990ger. Ebenfalls auf und Ab wie eine Achterbahn. Am Ende ist der 30% Euro stärker.
Euro zu Rubel seit Ende der 2000ger. Ebenfalls auf und Ab wie eine Achterbahn. Am Ende ist der 158% Euro stärker.
Euro zu Renminbi seit Ende der 2000er. Ebenfalls auf und Ab wie eine Achterbahn. Am Ende ist der 25% Euro schwächer.
Was aber sagt das aus? Gar nichts! Währungen völlig unterschiedlicher Volkswirtschaften zu vergleichen, hat etwas gemein mit Kaffeesatzlesen.
Der Vergleich Euro zu Gold hat Relevanz, weil Gold das einzige echte Geld ist. Und dass es up to date ist, erkennt man daran, dass die Notenbanken massiv Gold als Währungsreserve kaufen und es einige Initiativen zu einer goldgedeckten Währung auf dem Planeten gibt.
Zur Einordnung:
10.000 Euro in 2000 haben heute nach offiziellen Inflationsdaten 6.800 Euro Kaufkraft. Fällt der Euro weg, ist die Kaufkraft Null!
1.070,66 Gramm Gold von damals sind heute noch immer 1.070,66 Gramm Gold. Der Unterschied ist, damals brauchte man 10.000 Euro dafür, heute 121.500 Euro. Hier offenbart sich die Wahre Kaufkraft des Euro, die heute etwa 90% geringer ist als damals.
Jede Geldanlage, jeder Geldwert teilt dieses Schicksal. Wer sich die Lage schönredet und mit anderen Geldwerten vergleicht, führt sich selbst in die Irre und in den Substanzverlust. Geld und Geldwerte sind nur Versprechen. Und Versprechen können gebrochen werden – wie man an unserer aktuellen Regierung super live erkennen kann.
Der Schutz des Vermögens vor Entwertung führt einzig über Sachwerte. Gold ist dabei der zuverlässigste und flexibelste Sachwert.
Bild: Adobe Firefly






